Auf dieser Seite werde ich alle Informationen zur FZR zusammen tragen die mir die Leser meiner Homepage zukommen lassen. Ich kann nur von dem berichten was ich selbst mit diesem Motorrad erlebt habe (in der History), und darum bin ich natürlich auf eure Mithilfe angewiesen! Für die Richtigkeit der in den Texten der verschiedenen Autoren genannten Info´s garantiert natürlich niemand.
Autor: Hans-Jürgen Hochkamp
vorab ein paar kleine Infos - ich bin kein Rennstreckenfreak und fahre lieber durch die
Dolomiten. Das Mopped, eine 1993er 3HE, habe ich im Oktober 1999 bei km-Stand 11000
gekauft. Mittlerweile sind 25000km auf dem Tacho und ich finde die FZR immer noch gut.
Hier meine Erfahrungen mit dem Moped:
Reifen :
Vorne : Metzler Z1 110/70 ZR17 54W TL MEZ1 Front MBS Radial - 2.30 BAR
Hinten : Metzler Z1 150/60 ZR18 67W TL MEZ1 Steel Radial - 2,6 BAR
Diese Metzler Kombination ist ok, handlich, Grip ok. Der Hinterradschlappen hat bei mir
ca. 7000km gehalten. Mit dem Druck auf den Reifen sollte man
experimentieren, da sich die Eigenschaften des Reifens bei +- 0,2 Bar radikal ändern. Die
oberen Angaben entsprechen meinem "Gusto".
Vorne : Bridgestone BT010F 110/70 ZR 17 (54W) sl - 2,5 BAR
Hinten : Bridgestone BT010R 150/60 ZR 18 (67W) sl - 2,6 BAR
Dieser Reifen ist SPITZE. Superhandlich - das Mopped fällt fast von allein in die Kurven,
Grip 1a. Diese Reifen habe ich erst seit 500 km drauf - es
zeigt sich aber, daß diese Schlappen bezüglich Handlichkeit und Grip das Beste sind, was
man für dieses Mopped bekommen kann. Nebenbei waren die
Reifen günstiger als die Metzler Z1.
Fahrwerk :
Über die Yamaha Gabelfedern sollte man kein Wort verlieren. Bei Polo gibt es passende
progressive Wilbers Federn (90 Euro) und das passende Gabelöl SAE
10. Nach dem Einbau dieser Federn mit 150 mm Luftkammer (Dank an Schwager Horst) war das
Brems- und Fahrverhalten des Motorrads nicht wieder zu
erkennen. Kein Durchschlagen mehr beim Bremsen auf schlechten Straßenbelägen und ein
ansonsten tadeloses Fahrverhalten.
Motor:
Einzige Änderung am Motor war das Motoröl. Ich fahre nun mit einem teilsynthetischen
10W40. Die Kupplung rutscht nicht und ich habe derzeit einen Ölverbrauch von weniger als
0,5 l auf 1000 km.
Autor: Michael Welter
Ich fahre eine 3HE, Bj. 93. Gekauft habe ich sie mit ca. 20000 km, jetzt hat sie 40000 km auf dem Tacho. Sie wird hauptsächlich auf der Grand Prix Strecke Nürburgring und auf der Nordschleife gefahren. Auf der Straße eigentlich nur zur An- und Abfahrt zum Ring.
Motor:
Den Motor ( Ventile und Vergaser) lasse ich bei Ijushin – Motorsport (1-Mann
Betrieb, Ex-HRC-Mechaniker) in Neuss einstellen. Übrigens sehr empfehlenswert.
Der Motor läuft im Originalzustand. Von km 20000 bis km 25000 bin ich Bel - Ray
gefahren, Ölverbrauch ca. 1 l / 1000km, inklusive Kupplungsrutschen bei kaltem
Motor. Seit km 25000 fahre ich Motul 5100 SAE 10 W40 ( Ijushin-Empfehlung)
Verbrauch jetzt ca. 0,5 l / 1000 km, ohne Kupplungsrutschen. Alles bei relativ
extremer Fahrweise. Geändert habe ich die Übersetzung und den Auspuff
Übersetzung vorne einen Zahn weniger ( 14). Macht sich in der Beschleunigung aus
engen Kurven ( Aremberg, Bergwerk usw) wirklich bemerkbar. Man braucht sich
nicht vor neueren 600 ern zu verstecken. Max Speed liegt jetzt bei 230 ( lt.
Tacho)
Auspuff:
Acrapovic Racing Carbon ( ohne ABE ) Macht sich im oberen Drehzahlbereich gut
bemerkbar. Der Motor dreht jetzt wesentlich " freier" hoch. Unter 8000
allerdings läuft sie wie der berühmte Sack Muscheln, aber man kann halt nicht
alles haben. Außerdem bringt er einen nicht unerheblichen Gewichtsvorteil, denn
er wiegt nur 1,5 kg. Die Geräuschentwicklung hält sich in Grenzen, wenn man im
öffentlichen Straßenverkehr nicht die Sau rauslässt und auf dem Ring störts eh
keinen.
Fahrwerk:
Die einzige Fahrwerksänderung besteht aus Wilbers-Gabelfedern, ( 10er Öl,
Luftkammer 140 mm) da die Originalfedern doch Recht weich sind, und bei hartem
Anbremsen oder starker Kompression durchschlagen.Hinten fahre ich immer noch mit
dem Originalfederbein, Stufe 5. P.S. ich wiege 70 kg, nur so zur Info. In dieser
Kombination ist das Fahrwerk recht gut, außer einem etwas "teigigen" Gefühl in
langen schnellen Kurven ( z.B. Flugplatz), unangenehm aber nie gefährlich. Es
wäre wahrscheinlich mit einem anderen Federbein zu beseitigen, aber das ist mir
der Preis nicht wert. Zum 2 Personenbetrieb kann ich leider keine Auskunft
geben, keine Erfahrungen. Wirklich unangenehm sind die starken
Lastwechselreaktion, daher habe ich mir angewöhnt die Kurvengeschwindigkeit mit
der Hinterradbremse zu korrigieren. Gegen die Lastwechselreaktionen habe ich
auch noch kein Mittel gefunden. Falls mir da jemand weiterhelfen kann, bitte
mailen. Danke.
Bremsen:
Vorab, ich fahre die originalen Bremsscheiben, also nicht schwimmend gelagert,
kann also zu den schwimmend gelagerten keine Auskunft geben. Allerdings bin ich
mit den normalen so zufrieden, das ich auch nicht wechseln werde. Vorne habe ich
Stahlflex montiert und fahre SBK- Beläge. In dieser Kombination ist die Bremse
gut dosierbar, und es gibt auch nach einigen schnellen Runden noch kein Fading.
Die Handkraft ist aber recht hoch, es ist also keine "Zweifinger- Bremse",
ausserdem müssen sie warmgefahren werden. Man gewöhnt sich aber daran. Hinten
fahre ich Originalbeläge. Die Brembo oder SBK-Beläge sind hinten zu schlecht
kontrollierbar. Und wer schon mal ein paar Hinterradrutscher hatte, weiss wie
wichtig das ist.
Reifen:
Das wahrscheinlich heikelste Thema bei der FZR. Ich habe einige Kombinationen
ausprobiert, ich schreibe sie einfach mal auf, ihr könnt euch ja das beste
raussuchen.
Original 110 / 130 Michelin
Für sportliche Fahrer fürchterlich, für Langstreckenfahrer perfekt. Null Grip,
dafür hält er ewig, und ewig ist wahrscheinlich nicht übertrieben.
110 MEZ 1 / 150 MEZ 1
Gut fahrbar, annehmbarer Grip, sehr handlich.
110 MEZ 1 Racing / 150 MEZ 1 Racing
Meiner Meinung nach die beste Kombination. Sehr handlich, Grip bis zum Abwinken.
Die Racing – Mischung ist nicht straßenzugelassen, aber ich glaube nicht das es
einen "Freund und Helfer " gibt, der den Unterschied erkennt. Für die Größe gibt
es bei Metzeler eine Reifenfreigabe.
120 MEZ1 / 160 MEZ 1
Unnötig. Der Grip ist, wenn überhaupt, nur unwesentlich besser, aber das ganze
Motorrad wirkt irgendwie störrischer, man muss wesentlich mehr Kraft zum Umlegen
einsetzen. Der Vorteil des spielerischen Handlings der FZR ist weg.
Autor Marcel Zirwes:
Fahrwerk:
Orginalfederbein hinten war nach 25000 km am Ende.Das White Power Federbein fuer 800 DM
ist wirklich gut. Hab ich jetzt schon
seit 55000 km drin. Die White Power Gabelfedern (180DM) bieten mehr Progression, wiegen
aber 1 kg mehr als Orginal.
Antrieb:
Aufgrund des kleinen vorderen Ritzels (15 er) verschleisst die Orginal 520er Kette
verdammt schnell (oft schon nach 10000 km). Die 530 er Kette lohnt hier auf jeden Fall
(50DM teurer 150 Gramm schwerer). Die haelt bei mir schon ueber 25000 km. Falls man lange
Urlaubfahrten macht, kann man davuer vorne auch ein 17er Ritzel verwenden (gibts bei Polo,
Hein Gericke... fuer 10 DM). Der Motor
dreht dann bei 120 im 6.ten Gang nur noch 4800 1/min und verbraucht dabei unter 5 Liter
Benzin auf 100 KM.
Bei sportlicher Fahrweise sollte man das Ventilspiel nach 15000 km ueberpruefen, da gerade
das Einlassnockenspiel oft zu eng ist.
Motor:
Wenn man den Motor ordentlich warmfährt, ist er sehr haltbar. (Meine ersten Kolben
hiehlten 80000 km.) Das Getriebe ist meistens etwas anfaelliger, da es urspruenglich fuer
die FZR 400 entwickelt wurde. Ich hatte nach 55000 km einen Lagerschaden der
Getriebewelle. Dabei kann man dann gleich einige Zahnraeder tauschen. die dann meist schon
Kariesbefall (Pitting) haben. Und da der Motor dann eh schon offen ist kann man auch noch
die Ventile einschleifen, die nach ca 40000 km leicht undicht werden.
Vollsynthetikoel beseitigt das Kuplungkleben bei kaltem Motor (Kupplung trennt beim
Gangeinlegen trotz gezogener Kupplung nicht richtig. Falls wie bei Dir Kupllungsrutschen
auftritt (bei den Drehzahlen mit dem hoechsten Motordrehmoment 7000-9000 1/min.), kann man
einfach eine weitere Kupplungsstahlscheibe in den Kupplungskorb einlegen (also an einer
Stelle zwei hintereinander). Das erhoeht die Anpresskraft der Kuplungsfedern. Damit kann
man auch das Problem loesen, das sich die Kupplungsscheiben im Kupplungskorb eingearbeitet
haben (nach ca 30000 km). Beim Anfahren laesst sich die Kupplung dann nicht mehr gut
dosieren. Durch die Zusatzscheibe liegen die Kupplungslamellen nun an einer anderen Stelle
im Kupplungskorb und die Dosierung funktioniert wieder hervorragend. Ich fahre schon seit
83000 km mit dem ersten Kupplungskorb. (Yamaha raet hier natuerlich zum Austausch).
Mit Vollsynthetikoel springt der Motor viel besser an und man kann (wenn man ein
Gewichtfetischist ist, eine kleinere Batterie einbauen. Ich hab die Batterie von einer RD
350LC bis Bj. 83 drin (12Volt, 5.5 Ampere), die ist 2.5 kg leichter als die Orginale und
der Motor springt auch bei 5 C noch problemlos an.
Bremse:
Nach ca 35000 km laesst sich meistens auch die Vorderradbremse immer schlechter
dosieren. Ursache ist der Bremszylinder am Lenker. Die Stahlschraube, die den Zylinder
bewegt, hat sich dann in das weiche Aluminium eingearbeitet. Man kann einen neuen kaufen,
oder man klebt mit Metallkleber ein Ventileinstellplaetschen auf den Bremskolben.
Funktioniert dann besser als neu (geringerer Reibungskoeffizient zwischen Schraube und
Ventileinstellplaetschen). Haelt unbegrenzt. Als Bremsbelaege sind die Brembo Belaege
unschlagbar. Gleiche Bremsleistung, gleiche haltbarkeit, nur halb so teuer wie die
Orginalbelaege.
Reifen:
Hauptproblem ist das 18 Zoll Hinterrad. Die Reifenfirmen entwickeln neue Sportreifen in 18
Zoll meistens erst ab 160 er Breite. Dafuer gibts (soweit ich weiss) nur bei Alphatechnik
Reifengutachten. Die kosten 120 DM pro Reifenpaarung. Das lohnt sich aber meistens
trotzdem. Ich fahre z.B. den MEZ1 in 120/70ZR17 vorne und den MEZ2 in 160/60-ZR18 hinten.
Der Reifen haelt selbst bei sportlicher Fahrweise mindestens 10000 km hinten und der Grip
reicht mir voellig aus. (95 % verblasen unnoetig Geld weil sie unbedingt den neuesten
Supersportreifen fahren wollen, der nur 4000 km haelt, aber den man sowieso nur auf der
Rennstrecke ausnutzten kann.
Autor Mark Lothschuetz:
Fahrwerk:
Die Originalen Gabelfedern der 3HE sind viel zu lasch. Mit 20er Öl wird die Gabel zwar hart, schlägt aber immer noch durch. Schrott also. Abhilfe: progressive Federn einbauen (meine sind von Technoflex) und auf 10er öl zurückgehen. Die Gabel spricht damit sehr fein an und schlägt nicht mehr durch.
Auch Fahrwerk:
Stummellenker sind nicht jedermanns Sache. Und meine erst recht nicht. Ne Superbike Brücke in Verbindung mit nem gescheiten Lenker (ich hab nen Renthal Endurolenker genommen) wirkt in punkto handling und Langstreckentauglichkeit wahre Wunder.
Bremsen:
Die labberigen Gummileitungen von Yamaha auf
jeden Fall gegen Stahlflex tauschen. Bringt als erste Stufe schon mal einiges. Die
vorderen Scheiben auf schwimmend umzubauen, bringt dann noch mal nen guten Gewinn an
Dosierbarkeit und Bremskraft. Wenn man diese Bremsanlage dann noch in Verbindung mit
Carbon Lorraine Belägen bringt, braucht sie sich vor keiner R1 Bremse mehr zu verstecken.
Und TÜV für die schwimmenden Scheiben war auch kein Problem.
Autor Ingo Schirok,
Fahrwerk:
Wie die beiden vor mir schon gesagt haben, sind
die originalen Federelemente der FZR 600 nicht so der Hammer. Ich habe komplett auf White
Power
Federelemte umgerüstet. Das Federbein läßt sich gut einstellen und schlägt auch bei
schneller Gangart im Zweipersonenbetrieb nicht durch. Die Gabelfedern sind
einigen vieleicht eine Spur zu hart, ich hab damit aber kein Problem.
Lenker:
Ein Grund sich für eine Fzr zu entscheiden, war die gute
Handlichkeit bei relativ geringem Gewicht. Ich habe an meine Fzr eine Gabelbrücke von LSL
angebaut und einen Tomaselli Endurolenker draufgeschraubt. In verbindung mit den schon
angesprochenen Federn, fühlt man sich auf engen kurvenreichen Strecken
wie auf einer Supermotomaschine.
Reifen:
Ich fahre im Moment eine MEZ1 Kombination in 120/70 ZR 17 vorne
und 150/60 ZR 18 hinten. Ist eigentlich ganz okay, die Maschine verliert nichts von
ihrer spielerischen Handlichkeit. Aber Achtung: Wer gerne flott unterwegs ist, der sollte
sich doch für einen 160er Hinterreifen entscheiden. Sobald mein Reifen runter
ist werde ich das auch tun, denn viele Reserven hat man bei der Kurvenhatz mit dem
Endurolenker nicht.
Verkleidung:
Welche Verkleidung? Ne, mal im Ernst. Ich fahre meine Fzr
ohne Verkleidung, dass ist wohl einfach eine Glaubensfrage. Was mir gefällt muss ja nicht
jedem gefallen. Das Fahrverhalten verändert sich dadurch nicht, mal abgesehen davon,
dass
einen der Wind bei 200kmh ganz schön um die Nase weht. Meine
Verkleidung ist natürlich ordnungsgemäß ausgetragen.